Von Simon am 05. SEPTEMBER 2017

Mit dem Mietwagen in Israel – Eine Rundreise zwischen Mittelmeer, See Genezareth und Totem Meer

Roadtrip

I srael ist ein kleines Land mit unglaublich vielen außergewöhnlichen Orten, Sehenswürdigkeiten und Wander-Spots. Deshalb ist Israel perfekt für eine Rundreise mit dem Mietwagen. Wir waren 7 Tage mit dem Auto zwischen Tel Aviv am Mittelmeer, dem grünen Norden und dem Toten Meer in der Wüste im Süden des Landes unterwegs.

Mietwagenrundreise Israel - Die Route

Tel Aviv

Strand Tel Aviv

Strand Tel Aviv

Wir starten unseren Roadtrip durch Israel in Tel Aviv. Bevor es aber auf die Straße geht, genießen wir einige Tage in der lebendigen Metropole am Mittelmeer. Tel Aviv hat mittlerweile einen guten Ruf als wilde Party-Stadt, als kleine Schwester von New York und Berlin mit Strand. Tatsächlich gibt es hier tolle Bars und Clubs. Wer das Nachtleben von Tel Aviv testen will, wird vor allem in der Dizengoff-Street und dem alternativen Viertel Florentin auf seine Kosten kommen, sollte aber trotzdem am nächsten Morgen nicht verschlafen. Es gibt nämlich auch tagsüber viel zu entdecken: Die Altstadt von Jaffa, die Strandpromenade, die vielen kleinen Restaurants und Cafés zwischen Shenkin-Street, Dizengoff-Street und Fishman Street sowie den Carmel Market darf man nicht verpassen.

Wir starten nach drei Tagen Action in Tel Aviv mit unserem Road Trip in Richtung Norden. Unseren Mietwagen haben wir übrigens erst in der Stadt abgeholt und nicht schon am Flughafen. Der Zug zwischen Flughafen und City ist günstig, parken hingegen teuer. Wer mit dem Auto in die Stadt kommt, sollte auf die Parkgewohnheiten in Israel achten.

Die Parkregelungen in Tel Aviv

Anhand der Bordsteinmarkierung erkennt man, ob man an einer Stelle parken darf oder nicht:

  • An weiß-blauen Markierungen darf man parken, sollte allerdings prüfen, ob man Parkgebühren zahlen muss (Parkscheine von Parkscheinautomat oder Kiosk).
  • An gelb-roten Markierungen dürfen Busse und Taxis halten.
  • An rot-weißen Markierungen besteht Halteverbot.
Allenby Street in Tel Aviv

Allenby Street in Tel Aviv

Blick auf Tel Aviv von Jafa aus

Blick auf Tel Aviv von Jaffa aus

Haifa und Rosh HaNikra

Bahai Gardens Haifa

Bahai Gardens Haifa

Nach kurzer Fahrt parallel zur Küste gelangen wir nach Haifa – Israels drittgrößte Stadt. Da wir heute noch viel vor haben, begnügen wir uns hier mit dem absoluten Highlight der Hafenstadt - den blütenreichen Gärten der Bahia. Die terrassenförmige Parkanlage ist das zentrale Heiligtum der kleinen Religionsgemeinschaft der Bahia, aber auch bei Touristen beliebt. Am Fuße der Gartenanlage stößt sie auf die Ben Gurion Straße, die bis zum Hafen führt und mit vielen wirklich leckeren arabischen Restaurants aufwartet. Wir gönnen uns hier eine Mittagspause im schattigen Garten des Restaurants Fattoush und stärken uns mit arabischem Kebab, Limonade und einem sündhaften Dessert.

Dann geht es mit dem Mietwagen weiter bis ganz in den Norden Israels nach Rosh haNikra. Hier haben wir es auf die natürlichen Meeresgrotten abgesehen, die man nur mit einer Seilbahn erreicht. Für knapp 40 Schekel geht es in die Tiefe, wo uns beeindruckend schöne und aber auch laute Grotten erwarten. Abends fahren wir noch ca. 80 KM bis zum See Genezareth. Der biblische Ort liegt im Nord-Osten Israels und wird für die nächsten Tage unser Zuhause sein.

Rosh HaNikra Grotten

Rosh HaNikra Grotten

Wer von Rosh HaNikra oder Akko den See Genezareth als Ziel hat, der sollte den Highway meiden und den kleinen Umweg über die Grenzstraßen ganz im Norden Israels in Kauf nehmen. Die Fahrt dauert etwa 30 Minuten länger, dafür wird man aber mit einer traumhaften Landschaft belohnt, die zum Anhalten, Staunen und Fotos schießen einlädt.

Galiläa und See Genezareth

Hier übernachten wir im kleinen Ort Livnim am Westufer des Sees, etwa fünf Minuten von Tiberias entfernt. Für die kommenden zwei Tage haben wir uns vorgenommen, die Gegend zu erwandern. Die Landschaft ist geprägt von wilder Natur. Im Frühjahr und Frühsommer kann sich hier im Norden die Flora noch gegen die Hitze des Nahen Ostens durchsetzen und so sind die Wanderrouten teils dicht bewachsen. Mögliche Touren gibt es zahlreiche. Mit dem Mietwagen sind wir flexibel und entscheiden uns für die Bergtouren am Felsmassiv Arbel über dem See Genezareth und dem Berg Hillel in den Wäldern Galiläas sowie für zwei Abstecher in die Städte Safed und Tiberias.

Tiberias am See Genezarth mit unserem Mietwagen

Tiberias am See Genezarth

Mount Arbel mit Blick auf den See Genezareth

Mount Arbel

Jerusalem

Altstadt von Jerusalem

Altstadt von Jerusalem

Kein Israelurlaub ohne Besuch in Jerusalem. Vom See Genezareth aus fahren wir mit dem Mietwagen deshalb über Nazareth in den Süden. Wir entscheiden uns für die Route 6 entlang der Grenze zum Westjordanland. Sie kostet zwar etwas Maut, leider erlauben aber die wenigsten Mietwagenvermieter, die Route 90 im Jordantal zu benutzen. Nach etwa 90-minütiger Fahrt sind wir in der Heiligen Stadt. Dort gibt es in der berühmten Altstadt viel mehr zu bewundern, als sich an einem Tag entdecken lässt. Neben der Jahrtausende alten Klagemauer besuchen wir die Grabeskirche und steigen auf den Glockenturm der Erlöserkirche. Von dort hat man einen tollen Blick über die Altstadt Jerusalems: Auf den Felsendom, den Ölberg und das Damaskustor. In den vielen alten und verwinkelten Gassen wandelt man zwischen jüdischer, muslimischer und christlicher Tradition. Leckere Fallafel, Schawarma und Hummus muss man hier nicht lange suchen.

Der Süden

Unsere letzte Etappe bringt uns in den Süden Israels. Über Beersheba erreichen wir die Wüste Negev. Obwohl wir uns schon einige Tage an die israelische Sonne gewöhnen konnten, schlaucht uns die Hitze hier erst einmal. Zum Glück hat unser Mietwagen eine gute Klimaanlage. Unser Ziel ist En Gedi, eine Siedlung und Wüstenoase am Toten Meer. Schon bei der Anfahrt durch die Wüstenlandschaft kommt man aus dem Staunen nicht mehr heraus. Felsdünen in den unterschiedlichsten Formationen bringen einen zum Staunen - und dies noch umso mehr, wenn man sich bewusst macht, dass man sich mit 400 Metern unter dem Meeresspiegel an der tiefsten Stelle der Erdoberfläche befindet. Noch faszinierender sind unsere Wanderungen an den nächsten Tagen. Bei En Gedi laufen wir entlang eines Süßwasserbachs durch ein Wadi bis zu einem kleinen, versteckten See mit Wasserfall, in dem wir uns abkühlen. Natürlich darf anschließend auch ein Bad im Toten Meer nicht fehlen.

Negev Wüste nahe dem Toten Meer

Negev Wüste nahe dem Toten Meer

Am nächsten Morgen stehen wir sehr früh auf und besteigen das Felsplateau Masada. Nach etwa 45 Minuten erreicht man hier die Palastruine aus der Zeit von König Herodes. In diesem Ambiente genießen wir zum Abschluss unseres Roadtrips den Sonnenaufgang über Jordanien – einfach magisch. 

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