Von Nadine am 09. APRIL 2015

Guadeloupe: Das französische Paradies in der Karibik

Ausland | Roadtrip

G uadeloupe ist eines der kleinen Paradiese auf Erden. Wer einmal die Palmenstrände, den Regenwald, die Mangrovensümpfe, Bergwelten, Vulkangesteine und Korallenriffe Guadeloupes kennengelernt hat, wird zustimmen, dass es nur sehr wenige Ort gibt, die den Begriff „Paradies“ so treffend belegen. Unsere Kollegin Verena war drei Wochen mit dem Mietwagen auf Guadeloupe unterwegs und berichtet von ihren schönsten Erfahrungen.
Karte Guadeloupe

Karte Guadeloupe

Reisezeit: Februar

Dauer: 3 Wochen

Highlight: Die Inseln „Les Saintes“ und dort der Strand „Plage de Pompierre“. Ein Spaziergang zur „Pointe des Châteaux“ sowie das selbstgemachte Sorbet, das es immer wieder an der Straße gab.

Empfehlung: Unbedingt einen Mietwagen mit mehr PS buchen.

Ankunft und Vorstellung

Sobald ich am Flughafen Pointe-à-Pitre ausgestiegen war, hatte ich den deutschen Winter und die Kälte vergessen. Außerhalb des Flughafens wurde ich von einem warmen Sommerwind begrüßt. Ich bin froh, dass ich am Nachmittag gelandet bin, denn so kann ich direkt meinen Mietwagen entgegen nehmen und spare mir eine teure Taxifahrt. Leider sind die öffentlichen Verkehrsmittel auf Guadeloupe nicht so gut ausgebaut, weswegen ich es nur empfehlen kann, direkt von Zuhause einen Mietwagen an der Flughafenstation zu buchen. Hier sollte man bei der Wagenklasse lieber eine Kategorie höher, bzw. vor allem mehr PS buchen, denn die Straßen auf Guadeloupe sind oftmals sehr steil.

Guadeloupe ist ein französisches Überseedepartement mitten in der Karibik. Insgesamt besteht Guadeloupe aus neun Inseln. Grundsätzlich kann sowohl Guadeloupe als auch meine Reise in zwei Etappen aufgeteilt werden: Die eine Insel Grande-Terre mit ihren wunderbaren Sandstränden und die andere Insel Basse-Terre mit dem Regenwald und dem aktiven Vulkan.

Erste Station: Saint-Francois

Meine erste Station ist am östlichen Zipfel der Insel Grande-Terre in Saint-Francois. Hier habe ich mich für eine Woche in einem kleinen Surfcamp eingemietet und genieße die Nähe zum Strand. Das Surfcamp entspricht ziemlich genau dem, was ich mir vorgestellt hatte: Es ist sehr gemütlich eingerichtet und im Großen und Ganzen handelt es sich um eine WG wellenliebender Menschen. Ich fühle mich direkt von der ersten Minute an sehr wohl.

Der Strand bei Saint-Francois ist bestens geeignet, wenn man sich noch keinen Profi-Surfer nennen möchte. Die Wellen kommen sehr entspannt und gleichmäßig und es gibt sehr viele schöne Ecken am Strand an denen man sich zum Sonnen und Erholen zurückziehen kann.

Der Strand von Saint-Francois

Der Strand von Saint-Francois

Die Einkaufsmöglichkeiten sind eigentlich wie in Frankreich. Aber natürlich gibt es viele regionale Leckereien wie Melonen und Bananen. Morgens wird es bereits um 6 Uhr hell und abends um 6 Uhr wieder dunkel. Daran muss ich mich erst mal ein paar Tage gewöhnen, aber sobald man seinen Tagesablauf ein bisschen angepasst hat, ist es ganz wunderbar so früh morgens unterwegs zu sein.

Selbstgemachtes Sorbet

Selbstgemachtes Sorbet

Obwohl ich den Mietwagen die ganze Zeit gemietet habe, gehe ich ab und zu mit dem Fahrrad los. Überall an der Straße wird leckeres selbstgemachtes Sorbet verkauft, das man sich auf keinen Fall entgehen lassen darf!

Ausflüge und nächste Etappen

Von Grande-Terre aus unternehme ich einen Ausflug auf die Nachbarinsel Marie-Galante. Hier findet man noch Pferdewagen vor und die Zeit scheint sprichwörtlich stehen geblieben zu sein.

Ein weiteres wunderschönes Ausflugsziel ist auch die Pointe des Châteaux. Um die Landzunge zu erkunden, parke ich relativ weit vorne und schlendere zu Fuß bis an die Spitze. Wer mit dem Mietwagen unterwegs ist, muss hier wirklich aufpassen, denn die Straße ist in diesem Gebiet sehr uneben und die Gefahr das Auto von unten gegen einen Felsen zu rammen eher groß.

Strand bei „Pointe des Châteaux“

Auf dem Weg zur „Pointe des Châteaux“

Blick auf die Nachbarinsel „Marie-Galante“

Blick auf die Nachbarinsel „Marie-Galante“

Generell sind die Straßen auf Guadeloupe aber sehr gut und auch der Verkehr ist ruhig. Das Fahrverhalten der anderen Verkehrsteilnehmer habe ich als sehr respektvoll wahrgenommen. Ich hatte den Eindruck, dass viele Touristen unterwegs waren, die ebenfalls Zeit hatten und auch eher auf der Suche nach der einen oder anderen Straße sind. Daher blieb man verständnisvoll, wenn der Vordermann unerwartet den Blinker setzte und spontan bremste.

Danach geht’s weiter Richtung Le Moule. Besonders schön ist hier die Bucht „Port d’Enfer“. Hier ist es unglaublich idyllisch. An dem großen Parkplatz stelle ich meinen Mietwagen ab und steige über die Treppen hinab an die schöne Bucht mit kristallklarem Wasser.

Die Bucht „Port d’Enfer“

Die Bucht „Port d’Enfer“

Meer an der Bucht „Port d’Enfer“

Der Blick aufs Meer an der Bucht „Port d’Enfer“

Die Bucht „Port d’Enfer“

Wahnsinnig idyllischer Ort: Die Bucht „Port d’Enfer“

Über Morne-À-l’Eau fahre ich nun auf die größere Insel Basse-Terre. Die beiden Inseln sind mit einer kurzen Brücke verbunden und man merkt bei der Überfahrt kaum, dass sie wirklich vollständig voneinander getrennt sind.

Mit der Überfahrt auf die andere Insel ändert sich sofort die Vegetation. Hier gibt es den Regenwald, viele Berge und Wasserfälle. Besonders charismatisch für Guadeloupe sind die tropischen Regenfälle. Innerhalb von zwei Minuten stehen die Straßen komplett unter Wasser und weitere zwei Minuten später ist der Schauer auch schon wieder vorbei. Manchmal sind die Regengüsse so stark, dass man auch im Auto keine Chance hat und anhalten muss.

Eine besonders schöne Tour auf Basse-Terre ist ein Wanderweg zu den drei großen Wasserfällen. Hier ist man mehrere Stunden unterwegs, umgeben von einer wunderschönen Fauna. Wilde Tiere gibt es auf Guadeloupe keine. Von daher muss man sich auf den Wanderwegen auch nicht fürchten von Schlangen überrascht zu werden. Dafür gibt es umso mehr Ziegen. Überall auf den Straßen kann man vereinzelte Tiere oder ganze Herden antreffen, die auch schon mal die Straße blockieren, so dass man nicht sofort vorankommt.

Ziege auf Guadeloupe

Eine Ziege auf Guadeloupe

Meine nächste Unterkunft befindet sich in Saint-Claude. Hier habe ich eine sehr schöne AirBnB-Unterkunft gemietet. Die Lage ist wärmstens zu empfehlen, denn von dort aus können viele kleine und größere Ausflüge unternommen werden – auch wenn ohnehin alles nicht sehr weit voneinander entfernt liegt.

Am nächsten Tag unternahm ich direkt eine größere Tour: Die Besteigung des Vulkans. Ich schloss mich einem Guide an, denn mit einer ortskundigen Begleitung ist es möglich viele kleine Wege zu gehen. Würde man die Tour auf eigene Faust unternehmen, ist man verpflichtet sich auf den ausgeschriebenen Pfaden zu halten. Der Aufstieg war sehr ereignisreich und führte uns über Stock und Stein. Es war stürmisch und nass und die Luft war in einem intensiven Schwefelgeruch getaucht. Während des zweistündigen Aufstiegs ändert sich die Vegetation kontinuierlich. Zu Beginn befindet man sich mitten im Regenwald, der dann langsam in eine Moosvegetation übergeht. Schlussendlich, wenn man ganz oben angekommen ist, befindet sich nichts Pflanzliches mehr.

Vulkans auf Guadeloupe

Besteigung des Vulkans: Überall riecht es nach Schwefel

Bei der Wanderung auf den Vulkan kann die Sonnencreme zu Hause bleiben, denn der Vulkan liegt eigentlich immer in den Wolken. Dies jedoch ist ein gutes Zeichen, denn dann ist kein Zyklon in der Nähe. Mein nächstes Ziel waren die Inseln „Les Saintes“.

Strand „Plage de Pompierre“

Der „Plage de Pompierre“

Hier fahren keine Autos und die Strände sind unglaublich schön. Mein ganz persönlicher Geheimtipp ist der „Plage de Pompierre“.

Besonders schön ist es auch, sich einfach durch die kleinen Ortschaften treiben zu lassen. Die Häuser sind fast alle bunt und wunderschön anzuschauen. Und gerade im Februar ist auf Guadeloupe Karneval. Basse-Terre ist voller Paraden und die Bewohner führen ihre schönsten Kostüme aus.

Ein Rathaus auf Guadeloupe

Das Rathaus ist in wunderschönen Farben angestrichen

Fazit

Guadeloupe ist eine unglaublich vielseitige Inselgruppe, die ohne schlechtes Gewissen als ein kleines Paradies auf Erden bezeichnet werden kann.

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