Von Nadine am 14. NOVEMBER 2014

Mietwagenreise Neuseeland: Adrenalin, Robben und kristallklares Wasser

Ausland | Roadtrip

W asserfälle im Landesinneren, Schafe so weit das Auge reicht, traumhafte Küstenabschnitte und Adrenalin bis zum Umfallen: Neuseeland hat unglaublich viel zu bieten! Begleiten Sie unsere Kolleginnen Jenny und Julia auf Ihrer Mietwagenreise durch Neuseeland, das auch kleinere Pannen mit sich bringt.
Auf dem Weg zur Mercury Bay

Reisezeit: November

Dauer: 4 Wochen

Länge: ca. 1.900 Kilometer

Highlight: Queenstown und der Franz Josef Gletscher

Empfehlung: Viel Zeit einplanen – es dauert immer alles länger als geplant, weil es soviel zu sehen gibt auf dem Weg. Zudem unbedingt die Versicherung Vollkasko ohne Selbstbeteiligung beim Mietwagen buchen, um voll abgesichert zu sein.

Aotearoa heißt Neuseeland in der Sprache der Māori – Dies bedeutet so viel wie das Land der weißen Wolke. Blickt man auf die Landkarte erscheint die langgezogene Form tatsächlich wie eine Wolke. Doch wolkig war unser Aufenthalt auf keinen Fall. In den Wintermonaten hatten wir in Neuseeland absolutes Sommerwetter.

1. Etappe Nordinsel

Angekommen sind wir in Auckland. Als aller erstes fällt uns auf, wie unglaublich teuer Taxi-Fahren ist. Zu Beginn verbringen wir 3 Tage in Auckland und besuchen dort das bekannte Auckland Museum. Hier kann man in einem spannenden Rahmen die Geschichte der Māori erfahren. Aber auch die anderen Räume, in denen viel über die Flora und Fauna Neuseelands berichtet wird, sind sehr interessant. Daneben hat die Stadt einen tollen Hafen, in dem wir abends an der Promenade die unterschiedlichsten Schiffe angeschaut haben.

Am nächsten Tag holen wir unseren Mietwagen ab. Wir haben bereits von Zuhause aus gebucht, denn wir wollten sicher gehen, dass wir auf jeden Fall einen bekommen. Im November sind viele Backpacker in Neuseeland unterwegs und die Nachfrage ist dementsprechend hoch.

Wir haben uns – auch wegen der hohen Preise für Einwegmieten – für 2 Etappen entschieden: Zuerst eine Rundreise auf der Nordinsel. Danach geht es mit dem Flugzeug auf die Südinsel, für eine weitere Rundreise.

Der Hot Water Beach

Das Ziel bereits in Sichtweite: Der Hot Water Beach

Nachdem wir uns an den Linksverkehr gewöhnt haben – was in Neuseeland wirklich nicht besonders schwierig war, da die Neuseeländer sehr geduldige und gemütliche Autofahrer sind – brechen wir auf Richtung Whitianga. Der Ort Whitianga liegt im Herzen der Mercury Bay und ist generell ein sehr beliebter Ort bei Touristen. Es gibt hier sehr schöne Sandstrände und Klippen. Direkt im Anschluss fahren wir zum 12 km entfernten Hot Water Beach. Der Strand hat seinen Namen aufgrund von warmen Quellen bekommen. Etwa 2 km unter der Erdoberfläche befinden sich 170 Grad heiße Gesteinsschichten, die die Reste vulkanischer Aktivitäten sind. Das heiße Wasser tritt am Strand in 2 Quellen aus der Erde aus: einmal aus „Maori“ im Norden – dort hat das Wasser eine Temperatur von 64 Grad und einmal weiter südlich aus „Orua“ mit 60 Grad.

An jenen Stränden erleben wir auch unsere erste Panne, denn wir verlieren den Autoschlüssel im Sand. Die anderen Menschen dort sind jedoch alle unglaublich freundlich und hilfsbereit und helfen uns beim Suchen. Tatsächlich werden wir fündig. Unser nächstes Ziel ist die Cathedral Cove. Dies ist zum einen eine Bucht am Strandabschnitt der Mercury Bay sowie zum andern auch eine Bezeichnung für die Kathedralen-Höhle, die sich dort direkt am Strand befindet. Der Fußweg dorthin ist bereits ein tolles Erlebnis und führt immer wieder durch schöne Waldstücke.

Der Strand bei der Cathedral Cove

Einfach toll: Der Strand bei der Cathedral Cove

Im Anschluss daran fahren wir nach Tauranga. An dieser Stelle lässt sich ein allgemeiner Tipp formulieren: Man ist nie so schnell, wie man anfangs denkt! Wir halten viel öfter an, als wir denken und trotz relativ wenig Verkehr, kommen wir nicht so schnell voran. Tauranga ist aus ökonomischer Sicht die wichtigste Stadt der Region, jedoch wollten wir uns hier nicht so lange aufhalten. Direkt am nächsten Morgen fahren wir weiter nach Rotorua. Rotorua liegt in einem der geothermisch aktivisten Gebiete der Erde. Das führt nicht nur dazu, dass man rund um Rotorua, heiße Quellen und Schlammtöpfe findet, sondern die ganze Stadt riecht nach Schwefel, der aus heißen Quellen aufsteigt. Nach kurzer Zeit nimmt man diesen aber nicht mehr wahr. Die heißen Quellen wurden bereits von den Maori als natürliche „Kochtöpfe“ vor Ankunft der Europäer genutzt, heute dienen sie vor allem einer großen Kur- und Badeindustrie.

Heiße Quellen und Schlammtöpfe

Überall um Rotorua: Heiße Quellen und Schlammtöpfe

Danach geht die Fahrt weiter nach Taupo zu einem wunderschönen See: dem Lake Taupo. Hier erleben wir leider direkt unsere zweite Panne: Aus uns nicht zu erklärenden Gründen haben wir das Licht ausversehen angelassen und damit war die Batterie am nächsten Tag leer. Jedoch auch hier hat uns ein sehr freundlicher Neuseeländer, den wir zufällig getroffen haben, mit einem Jumpstarter kostenlos geholfen.

Am Lake Taupo haben wir gepicknickt und das Leben einfach mal schleifen lassen. Taupo ist ein sehr beliebtes Backpackerdorf und man lernt viele junge Leute kennen. Generell sollte man von Hostels nicht allzu viel erwarten. Und da Neuseeland auch sehr teuer ist, schlafen wir auch des Öfteren im Auto, was gar kein Problem ist. Eigentlich wollen wir im Anschluss noch weitere Orte der Nordinsel erkunden, doch uns gefällt es hier so gut, dass wir länger bleiben.

In der Gegend von Lake Taupo gibt es auch viele natürliche Hot Pools. Hier treffen sich abends immer viele junge Leute zum Bier trinken und die Atmosphäre ist wirklich besonders.

Lake Taupo

Wunderbare Aussichten am Lake Taupo

Panorama Lake Taupo

Umgebung Lake Taupo: Immer ursprünglichere Straßen, je näher man dem See kommt

 Nach an diesen einzigartigen Erlebnisse fahren wir zurück nach Auckland und fliegen von dort nach Christchurch auf die Südinsel, um den zweiten Teil unseres Abenteuers anzutreten.

2. Etappe Südinsel


Mit dem neuen Auto ergeben sich wieder neue Pannen. Direkt nachdem wir das Auto in Christchurch am Flughafen abgeholt haben, fahren wir rückwärts gegen einen Mülleimer und das Licht ist kaputt. Zum Glück hatten wir eine Vollkasko ohne Selbstbeteiligung abgeschlossen und mussten nichts bezahlen!

Christchurch wurde 2011 durch ein Erdbeben fast vollständig zerstört. Die größte Stadt auf der Südinsel Neuseelands wird mit einem gigantischen Aufwand neu aufgebaut und es ist sehr interessant, aber auch schlimm zu sehen, was für ein riesiger Schaden dort entstanden war.

In Kaikoura kann man ganz viel Tierisches unternehmen. Ob mit Robben tauchen, mit Delphinen schwimmen oder Wale angucken – es wird ein sehr breites Spektrum angeboten. Allerdings zu saftigen Preisen. Wir entscheiden uns für die Robben und zahlen für 3 Stunden 130 Neuseeland Dollar. Ein Neuseeland Dollar entspricht ca. 0,6 Cent – womit uns das Robbenerlebnis ca. 80€ kostet. Wir hatten auch noch das Wale-Watching gebucht, doch da an dem keine Wale da waren, haben wir das Geld erstattet bekommen.

In Kaikoura: Mit Robben tauchen

In Kaikoura: Mit Robben tauchen

Robbe schlafend auf Felsen

Man findet die kleinen Robben aber auch schlafend auf den Felsen

 Unser nächstes Ziel ist nun Westport. Westport ist eher eine ruhigere Region und besonders beliebte Freizeitbeschäftigungen sind hier Rafting und Jetbootfahren. Wir schauen uns allerdings nur die relativ kleine Stadt mit ca. 4 000 Einwohnern an und unternehmen ausnahmsweise mal nichts „Verrücktes“. Die Südinsel Neuseelands ist derart aktiongeladen, dass man – egal wo man hingeht – überall Menschen trifft, die fragen, was man alles schon unternommen hat. Im Zuge dessen kommt man auf die absurdesten Ideen und es kann schonmal passieren, dass man wesentlich mehr Geld ausgibt als zu Beginn gedacht.

Und genau so ist es uns auch in unserer nächsten Station ergangen. Wir fahren nach Franz Josef und buchen dort einen Helikopterflug zum ca. 3000m hohen Gletscher. Dort waren wir mit Spikes im Eis wandern und haben diese unglaubliche Erfahrung fest in unserer Erinnerung abgespeichert. So weit oben im Eis fühlt man sich als Mensch unglaublich klein und unbedeutend angesichts der Natur.

Gletscher Franz Josef

Auf 3000m mitten im Eis – der Gletscher Franz Josef

Doch es wird noch spannender: Wir fahren nach Queenstown. Queenstown ist die Stadt, die uns am meisten Freude gemacht hat. Hier ist das Leben besonders jung und die Stadt hat auch eine ausgezeichnete Partyszene. Wer nicht alleine los ziehen will, kann sich einer organisierten Pub-Runde anschließen. Für ca. 30 Neuseeland Dollar wird man von Guides in verschiedene Pubs der Stadt begleitet. Dies empfiehlt sich vor allem für Leute, die alleine reisen.

Doch Queenstown ist auch die Stadt, die den größten Nervenkitzel verspricht! Hier gibt es im Zusammenhang mit Adrenalin alles, was das Herz begehrt! Wir werden von der Stadt und ihrem Überangebot an Fallschirmsprüngen, Canyon-Swinging, Flusssurfen oder Bungee-Jumping in den Bann gezogen und buchen CANYON-SWINGING.

Dies ist die absolut größte Mutprobe, der wir uns jemals unterzogen haben. Ein absolut wahnsinniges Erlebnis. Im Rausch des Adrenalins und dem Gefühl, dass auf der anderen Seite der Welt alles möglich erscheint, springen wir zum Abschluss mit dem Fallschirm aus dem Flugzeug.

Fallschirmsprung bei Queenstown

Fallschirmsprung bei Queenstown

Ein kulinarischer Tipp zum Ende: Man sollte unbedingt einen Ferg-Burger essen! Das kleine Restaurant in Queenstown ist sehr beliebt und immer voll, aber auch mit gutem Grund.

Fazit

Die Weite des Landes ist unglaublich genauso wie der Adrenalinkick, dem man hier nicht entkommen kann. Neuseeland ist absolut spannend und vielseitig!

Möchten Sie auch auf Ihrer nächsten Reise Neuseeland mit dem Mietwagen erkunden? Hier finden Sie passende Mietwagenangebote für Ihre Rundreise.

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