Von MietwagenCheck Community am 13. SEPTEMBER 2018

Ein besonderer Road-Trip ins Amish Country

Roadtrip | USA

I m Rahmen des Schreibwettbewerbs „Mein Text @ MietwagenCheck“ im April 2017, berichtet Raphaela aus der MietwagenCheck Community von ihren einzigartigen Erlebnissen auf einem etwas anderem Road-Trip! So ging es für Raphaela, ihren Mann und eine Freundin nähmlich ins Amish Coutry in Phiadelphia im Osten der USA.

Im Juni 2016 waren wir aus Anlass unseres 1. Hochzeitstages auf einem Roadtrip im Osten der USA und haben dort sowohl einige Freunde als auch meine Gastfamlie getroffen, wir hatten eine wirklich gute Zeit.

Die Route

1. Etappe: Amish Country

Los ging es zu dritt - das waren Ashley von meiner Gastfamilie, mein Mann und ich (Raphaela) - mit Ashleys Auto in das knapp zwei Stunden (von Philadelphia ca. 150 km) entfernte Amish Country.

Wir fuhren über die Interstate und bekamen trotzdem einen tollen Einblick in die sich wandelnde Landschaft. Die Umgebung wurde immer ländlicher und die letzten Kilometer sahen wir nur noch sehr weit voneinander entfernte Bauernhöfe – wir waren im Amish Country angelangt.

Auto auf Wiese in den USA
Bauernhof Amish Country

Immer wieder kamen uns auch die bekannten Pferdekutschen entgegen, die ja für die Amischen das Hauptverkehrsmittel darstellt. Das kennt man ja eigentlich bereits aus den Fernsehberichten über die Glaubensgemeinschaft.

Ashley wusste wirklich viel über die Amischen und teilte ihr Wissen gerne mit uns. Sie erzählte uns, woran man eine Amish Farm erkannte (keine Stromkabel führen zum Haus) und die Unterschiede zwischen Amish und Mennoniten (Mennoniten sind etwas offener im Umgang mit Fremdem und sie tragen auch andere Kleidung).

Pferdekutsche der Amish

Pferdekutsche der Amish

Amish Farm

Amish Farm

2. Etappe: Amish House 

Wir fanden das beide super interessant und so entschieden wir uns zum Besuch eines typischen Amish Hauses mit der dazugehörigen Farm. Natürlich ist das eine Touristenattraktion (9,50 USD pro Person), denn die echten Amische lassen sich ja nicht fotografieren. Aber so bekommt man einen Einblick in ihr Leben und ihre Traditionen. (Das Amish House & Farm  hat täglich von 10:00 bis 16:00 Uhr geöffnet.)

Haus auf der Amish Farm USA
Essen auf der Amish Farm USA

Nach dem geführten Rundgang durch das Haus, bei dem wir viel Neues erfuhren, durften wir uns auf dem Außengelände frei bewegen. Dort gab es verschiedene Stationen, die von Tafeln erklärt wurden.

Außengelände Amish Farm USA
Außengelände Amish Farm USA

Es gab z.B. eine Holzwerkstatt, ein Tabaklager, ein paar Tiere und sogar eine eigene Schule für die Amish, die man besichtigen konnte. Aber erst einmal spielten wir eine Partie Dame. Vasco gewann natürlich.

Partie Dame

Der Besuch der Schule fand ich besonders interessant, denn man konnte die anwesende Mennonitin Katie Beiler (76 Jahre alt) nach vielen Hintergründen fragen. Ich konnte auch einen Blick in die Schulbücher mit dem Pennsylvania Dutch werfen.

Schulbücher in der Amish Schule

Sie erzählte uns auch über ihre Reise im Jahr 2012 in das Heimatland ihrer Vorfahren in der Nähe von Stuttgart. Sie hat viel über ihre Vergangenheit gelernt und auch wieder mehr Deutsch gelernt.

3. Etappe: Gegen den Hunger

Wir haben einen wirklich interessanten Besuch im Amish House & Farm verlebt und langsam stellte sich gegen 14:30 Uhr der erste Hunger ein. Also entschieden wir uns (natürlich erst, nachdem wir alles gesehen hatten) zur Weiterfahrt in das Restaurant Good’n Plenty in Smoketown, welches Ashley bereits früher besucht hatte und absolut empfehlen konnte.

Restaurant Good’n Plenty USA

Wir zahlten einen Einheitspreis in Höhe von 20,50 USD (dank meiner Coupons 2 USD pro Person eingespart) und erhielten dafür eine All-You-Can-Eat Mahlzeit allerhöchsten Kalibers – inklusive Vorspeisen, Hauptspeisen, Desserts und alkoholfreien Getränken (Wasser, Cola, Ice Tea).

Wir nahmen an einer langen Tafel Platz und dank des Hin- und Herreichens des Essens war das Eis zwischen den einzelnen Gästen am Tisch sofort gebrochen und wir hatten ein wunderbar unterhaltsames Mittagessen.

Restaurant Good’n Plenty USA
4. Etappe: Farmer’s Market

Erst gegen 16:00 Uhr erhoben wir uns schweren Herzens (und Magens) von unseren Plätzen, denn wir wollten uns noch den berühmten Farmer’s Market in Bird-in-Hand (ich liebe diese süßen Ortsbezeichnungen der Amish) besuchen.

Farmer’s Market in Bird-in-Hand

Farmer’s Market

Shoofly Pie

Gebäck Shoofly Pie

Der Markt war in einer Halle untergebracht und war nur einige Fahrminuten vom Restaurant aus entfernt. Wir liefen einmal durch die Hallen und entdeckten wieder die typischen Waren, die überall in den USA geschätzt werden: lokale und in Bioqualität produziertes Obst, Gemüse, Gebäck (z.B. der typische Shoofly Pie), Marmeladen, Käse, Wurst und Fleisch. Aber auch selbst Hergestelltes aus Holz und Metall wurde hier angeboten.

Aber, was noch viel interessanter als der Farmer’s Market war, befand sich genau auf der anderen Seite der Hauptstraße: es fand ein Yard Sale statt, bei dem alte und historische Gegenstände (Möbel, Werkzeuge, Transportmittel etc.) von den Amish an willige Amerikaner verkauft wurden.

Yard Sale USA
Yard Sale USA

Das war ein Spektakel, das sich wirklich gelohnt hatte. Man musste keinen Eintritt zahlen, sondern konnte sich direkt unter das Volk mischen. Dabei bekam man viel mehr von den Amischen und ihrem Leben und Arbeiten mit als in jedem Museum der Welt.

Es wurde lautstark geboten, überboten und dann voller Glück und Zufriedenheit die verkauften Waren in der Schubkarre zu den Autos der Käufer gekarrt. Wir konnten uns gar nicht trennen und fühlten uns wirklich wie in einer anderen Welt.

Yard Sale USA
5. Etappe: "Intercourse"

Erst gegen 17:00 Uhr traten wir dann den Heimweg an, zum Glück noch rechtzeitig, bevor der Regen runterkam. Auf dem Weg stoppten wir noch kurz, um uns mit dem Ortseingangsschild zum Dörfchen „Intercourse“. Das Schild war total hinter Bäumen versteckt. Ist den Amish da etwa etwas peinlich?

Dörfchen Intercourse
6. Etappe: Cherry Hill

Gegen 19:00 Uhr kamen wir wieder in Cherry Hill an und mussten uns nach zwei erlebnisreichen Tagen in Philadelphia und Umgebung von Ashley verabschieden. Wirklich ein interessanter Road-Trip!

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