Von Nadine am 15. DEZEMBER 2017

Escape: Mit dem Mietwagen in Deutschland unterwegs

Roadtrip

M it dem Mietwagen dem deutschen Großstadt-Trubel entfliehen und dabei die wunderschöne Natur zwischen Stuttgart, München und Frankfurt erleben. MietwagenCheck unterstütze das Studentenprojekt "Escape" der Hochschule der Medien in Stuttgart. Die beiden Studenten Brian und Moritz waren für ihren Film an mehreren Orten in Deutschland mit dem Mietwagen unterwegs. Was sie erlebt haben, erzählen sie selbst im Gastbeitrag.

Unberührte Natur, klare Seen und atemberaubende Berge. Wer an einen Roadtrip mit dem Auto denkt, schwärmt schon fast unausweichlich automatisch vom Ausland. Zwei Studenten aus Stuttgart haben allerdings bewiesen, dass das nicht immer der Fall sein muss. Mit Schlafsack, Kamera und ein paar Snacks machten sie es sich zur Aufgabe, Deutschland neu zu entdecken und ihre Erlebnisse in einem Kurzfilm festzuhalten.

Ein Reisebericht von Moritz Plingen und Brian Zajak.

Reisedaten

  • Reisezeit : Mai
  • Dauer: 10 Tage
  • Länge: 1000 Kilometer
  • Highlight: Übernachtung auf der Wegelnburg mit Blick auf die Milchstraße über dem Pfälzer Wald
  • Empfehlung: Gerade um den Eibsee und Garmisch herum liegen sehr viele schöne kleine Seen mit türkis-farbenem Wasser. Unbedingt hier und da mal einen kurzen Stop für z.B. ein Picknick einlegen. Das lohnt sich!

1. Vorbereitung

Wer eine Reise mit dem Auto plant, sollte sich gut vorbereiten, sonst kann aus einem Abenteuer schnell ein Albtraum werden. Für uns hieß das: Schlafsack, Kameraequipment, Stirnlampen, warme Kleidung, und zu guter Letzt ausreichend Snacks einpacken. Wir wussten selbst nicht genau, was uns erwartet, aber irgendwie war es gerade das, was uns so gereizt hat, das Projekt “Escape” umzusetzen. Mit unserem BMW 320d peilten wir nach erfolgreicher Vorbereitung dann auch schon unser erstes Ziel an: die Wegelnburg in Rheinland-Pfalz. Mit dem Ziel die Burg noch vor Sonnenuntergang zu erreichen, fuhren wir mittags von Stuttgart aus los und distanzierten uns immer mehr vom Stadtverkehr.

2. Wegelnburg

Nach 2 Stunden Fahrt erreichen wir unser Ziel. Auf dem Waldparkplatz der Burg Fleckenstein parken wir das Auto, bevor wir nach einer kurzen kulinarischen Stärkung unsere Wanderschuhe schnüren und unsere Rucksäcke schultern. Nach anfänglichen Orientierungsschwierigkeiten finden wir schließlich einen Wanderweg, der uns über den Gimbelhof und atemberaubend schöne Wiesen im Abendlicht in ein dichtes Waldgebiet führt. Schnell müssen wir leider feststellen, dass der eingeschlagene Weg zu einem anderen Ziel führt. Und so schlagen wir fortan querfeldein unseren eigenen Weg ein.

Kühe auf Weide

Nach insgesamt 60 Minuten erreichen wir unser Ziel, um gerade noch rechtzeitig die letzten Sonnenstrahlen am Horizont von der Spitze der Wegelnburg zu erleben.

Ab nun gilt es sich für die Nacht vorzubereiten. Schlafsack ausrollen, Essensvorräte griffbereit auf der Burgmauer platzieren und schließlich die Kameras aufbauen. Deswegen sind wir ja nunmal hier!

Kaum haben sich unsere Augen an die Dunkelheit gewohnt, können wir schon die ersten Umrisse von Sternen sehen. Noch voller Eifer knipsen wir drauf los und bringen unsere Speicherkarten zum Glühen. Unser Plan ist es, so genannte Timelapses der Sterne zu erstellen. Dabei werden mit einer Fotokamera viele Bilder hintereinander gemacht, die anschließend im Zeitraffer ein Video ergeben. In unserem Fall erhoffen wir uns dadurch die Bewegung der Sterne auf ihren Bahnen festzuhalten, die mit dem bloßen Auge in Echtzeit kaum erkennbar ist.

Gegen 4 Uhr können wir jedoch trotz Motivation und Ausdauervermögen der Müdigkeit und Kälte nicht mehr standhalten und verkriechen uns schließlich wohlverdient in unsere Schlafsäcke.

Gute Nacht!

6 Uhr. Nach nur zwei Stunden leichtem Schlaf wecken uns die ersten Sonnenstrahlen. Mittlerweile sind wir auch nicht mehr alleine - die ersten Wanderer sind scheinbar früh aufgestanden, um den Sonnenaufgang von der Burg aus beobachten zu können. Total verständlich - Die Aussicht ist nämlich grandios von hier oben!

Panorama Sonnenaufgang Wegelnburg

Wir sind zufrieden mit der Ausbeute an Bildern und Filmmaterial und machen uns nach einem spärlichen Frühstück auf den Rückweg zum Auto - diesmal über den vorgesehenen Wanderweg, der uns sogar noch zu 2 weiteren Burgruinen führt, von denen man ebenfalls einen tollen Ausblick über die umliegenden Berge und Täler hat.

3. Frankfurt

Bahnhof Frankfurt

Inspiriert durch die schöne Natur und den klaren Sternenhimmel, aber total müde von den letzten anstrengenden Stunden, machen wir uns auf den Weg zu unserem nächsten Reiseziel: Frankfurt. Wir haben uns bewusst dazu entschieden nach Frankfurt zu fahren, da die Stadt symbolisch betrachtet alles beinhaltet, was einem am Stadtleben stört - Lärm, zu viele Menschen, gewaltige Gebäude, Dreck & Kriminalität gepaart mit Konsumwahn und Unmoral. Natürlich ist Frankfurt eine tolle Stadt, für unseren Film wollen wir aber die negativen Aspekte des Lebens in einer urbanen Metropole aufdecken, und diese haben wir in Frankfurt gefunden. An zwei regnerischen Tagen drehen wir unzählige Aufnahmen von Bahnhöfen, Flughäfen, Menschenmassen und Wolkenkratzern und uns wird allmählich bewusst warum wir das hier eigentlich alles machen. Die Stadt zerdrückt uns und wir können uns nichts mehr vorstellen außer zu flüchten - zurück in die Natur.

4. Zwischenstopp Stuttgart

Da unsere Vorräte langsam zu Ende gehen beschließen wir kurzerhand einen Zwischenstopp in Stuttgart zu machen. Wir laden unsere Akkus, besorgen uns ausreichend Lebensmittel und checken fleißig den Wetterbericht mit der Hoffnung ein bisschen Sonne an unserem nächsten Ziel abzubekommen, dem Eibsee in Südbayern.

5. Eibsee

Frau beim Wandern

Unsere Gebete nach gutem Wetter wurden endlich erhört und so beschließen wir an einem sonnigen Morgen in Stuttgart in unseren Mietwagen zu steigen. Unser Ziel: der wunderschöne Eibsee an der Zugspitze in Südbayern. Bereits auf Bildern in unserer Planphase waren wir mehrmals begeistert von der herrlichen Aussicht, die einem dort geboten wird. Grüne Wälder, gewaltige Berge, kristallklares Wasser… Man könnte meinen wir fahren nach Kanada als wir uns den Voralpen langsam nähern, aber nein es ist immer noch Deutschland. Unsere Euphorie bleibt erstmal konstant, als wir in der Jugendherbege in Garmisch-Partenkirchen einchecken. Da wir noch ein bisschen Zeit haben bis die Sonne untergeht beschließen wir spontan bereits heute den See kurz zu besichtigen. Eine gute Entscheidung wie sich gleich herausstellen wird. Die letzten Überreste der Abendsonne strahlen uns ins Gesicht als wir mit einem Lächeln realisieren dass es hier einiges zu entdecken gibt. Voller Erwartungen kehren wir nach unserer kurzen Besichtigung in die Jugendherberge zurück da uns morgen ein anstrengender Tag bevorsteht.

Landschaft am Eibsee

Vollgepackt mit Filmequipment gehts nach dem Frühstück auch schon direkt los. Unser Vorteil: So früh am morgen gibt es noch wenige Touristen am See, was für uns von großem Vorteil für unsere Naturaufnahmen ist. Mit an Bord ist dieses Mal Moritz’ Freundin Ann-Katrin, die wir in Stuttgart aufgesammelt haben. Neben Moritz selbst spielt sie im Film die zweite Protagonistin, die die Rolle der “Entdeckerin” spielt, in der sie aus der Stadt flüchtet, um in der Natur ihre innere Ruhe zu finden. Zu dritt beschließen wir ersteinmal einem Wanderweg zu folgen, bis wir eine interessante Stelle finden. Dabei stellt sich schnell heraus, dass die Umgebung um den See herum sehr vielfältig ist. Es gibt versteckte Seen im Wald, einsame Strandabschnitte und wunderschöne Pflanzen. Wir haben das Gefühl, dass wir gar nicht genug bekommen von der eindrucksvollen Natur, als wir von einem schönen Ort zum nächsten huschen um unser Filmmaterial aufzunehmen. So langsam aber sicher werden wir aber auch müde, deshalb beschließen wir nach dem erfolgreichen Drehtag zur Jugendherberge zurückzukehren.

6. Zurück nach Stuttgart

Der letzte Tag unserer ereignisvollen Reise steht an. Heute geht es vor allem darum, schönes B-Roll Material aufzunehmen. Darunter versteht man in der Filmsprache all das Filmmaterial, mit dem die Lücken zwischen den für die Handlung wichtigen Szenen aufgefüllt werden. Das kann zum Beispiel eine schöne Kameraeinstellung von einem Gebirgszug oder einem See sein. In unserem Fall haben wir uns dazu entschieden, die Umgebung um den Eibsee herum zu erkunden. Auf der Karte waren zumindest sehr viele kleinere Seen abgebildet und so machen wir uns im Auto auf den Weg, einen nach dem anderen abzuklappern. Vom Eibsee aus Richtung Südwesten fahren wir den Fernpaß, da dieser direkt an mehreren Seen vorbeiführt. Neben dem Weißensee, Mittersee und Fernsteinsee gefällt uns vor allem der Blindsee total gut. Ein etwas abgelegener Schotterweg führt hier direkt auf einen Parkplatz, von dem man aus eine Tour einmal um den See herum starten kann. Alternativ bietet sich auch eine Rast am Restaurant “Zugspitzblick”. Der Name ist hier Programm und bietet einen wunderbaren Blick über die gesamte Umgebung. Auf einer schönen Waldstraße zu einem See runter halten wir mit unserem Mietwagen an und beschließen ein paar schöne Fotos des BMW’s zusammen mit der Natur zu schießen.

Mietwagen im Wald

Leider hatten wir kein Putzmittel da um die Oberfläche schöner zu machen aber im Endeffekt war das gar nicht schlimm, denn das Auto lässt sich auch so schon sehen! Nachdem wir die Aufnahmen der Seen im Kasten haben, steht nur noch der Wasserfall auf unserer Tagesdisposition. Und den zu finden stellt sich als gar nicht so einfache Aufgabe dar. Schließlich finden wir ihn nach vielen Telefonaten mit unserem Freund Robert, der zufälligerweise in Garmisch beheimatet ist und sich in der Region auskennt wie kein Anderer.

Gerne würde ich an dieser Stelle erklären, wie man zu dem Wasserfall findet, doch leider hat dieser noch nicht einmal einen Namen und ist nur über kleinere versteckte Pfade erreichbar. Grob gesagt findet man ihn aber, wenn man aus Garmisch Richtung Westen fährt und auf der rechten Seite eine kleine Brücke über den Fluss findet, die zu einer Art Sägewerk führt. Von dort aus hält man sich zu Fuß am Bergfuß Richtung Westen, bis man auf den Wasserfall stößt.

Hat man den Ort gefunden, wird man mehr als belohnt mit einer atemberaubenden Kulisse - sowohl visuell, als auch akustisch. Schnell bauen wir unser Kameraequipment auf, Moritz stapft durch das eiskalte Gebirgswasser, um einen großen Stein in der Mitte des Auffangbeckens zu erreichen und für die Filmszenen den Menschen in der Natur zu mimen.

It’s a wrap!!!

Oder wie man auf deutsch sagt: “Die letzte Klappe ist gefallen!” Unser Projekt neigt sich langsam dem Ende zu. Zumindest der ersten Hälfte. Denn wenn wir zuhause ankommen, wartet auf uns noch eine Menge Arbeit damit, das Material zu sichten, zu schneiden und für die große Vorführung im Kino der Uni vorzubereiten.

Doch erst einmal stärken wir uns mit einem kleinen Snack und starten in Richtung Heimat - in Richtung Stuttgart!

Vielen lieben Dank an dieser Stelle an Mietwagencheck.de, die unser abenteuerliches Projekt tatkräftig unterstützt haben und ohne deren Hilfe wir unseren Film gar nicht hätten realisieren können.

Hier können Sie das Endresultat, den Film "Escape" anschauen:

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