Von Tessa am 22. JUNI 2011

Urlaub ohne Bußgeld: Wichtige europäische Richtlinien

Sicherheit | Verkehrsregeln

B ußgeld im Urlaub: Die deutschen Behörden verfolgen seit dem Frühjahr 2011 Vergehen aus dem EU-Ausland. Egal ob mit eigenem Auto oder Mietwagen – man muss zahlen. Wir haben wichtige und skurrile Richtlinien im europäischen Ausland für eine gebührenfreie Reise zusammengestellt. Handy am Steuer Schnell von unterwegs Freunden und Familie vom schönen Urlaubstag berichten, das gefällt den

Handy am Steuer

Handy am Steuer

Schnell von unterwegs Freunden und Familie vom schönen Urlaubstag berichten, das gefällt den Polizisten europaweit überhaupt nicht. Die Ablenkung vom Fahren wird mittlerweile fast überall bestraft. Spitzenreiter sind Norwegen, Italien und Holland mit 160, 155 und 150 Euro für das Fahren mit Telefon am Ohr. Mit 90 Euro ist auch das Telefonat auf spanischen Straßen nicht günstig. Ausnahme Schweden: Hier ist Telefonieren mit dem Mobiltelefon am Steuer kein Vergehen.

Zu schnell fahren

Polizeikontrolle

Inmitten einer wunderschönen Landschaft ist schnell der Blick auf den Tacho vergessen. Ein europäischer Spitzenreiter in Sachen Bußgeld ist Italien: Strafen beginnen hier bei 160 Euro – nächtliche Raserei wird sogar ein Drittel höher bestraft! Mit 90 und 155 Euro für 20 km/h zu viel sollte man sich auch in Spanien an die Beschilderung halten. In Schweden und Norwegen greift man für 20 Sachen zu viel noch tiefer in die Tasche: Mit 270 Euro bzw. 450 Euro beginnt dort der Geschwindigkeitsrausch. Auch die Niederlande bestraft hart mit Bußgeldern bis zu 510 Euro!

Alkohol am Steuer

Alkohol am Steuer

Zum Mittagessen „ein Bier“ und dann weiter mit dem Wagen auf Entdeckungstour. Wird man mit zu viel Promille erwischt, kann es im Ausland teuer werden. In Großbritannien kostet eine alkoholisierte Fahrt bis zu 5.500 Euro. In Irland ist man ab 1.270 Euro mit dabei. Allerdings liegt die Alkohol-Grenze bei großzügigen 0,8-Promille. Das ist europaweit eher die Ausnahme. Die meisten Staaten haben eine 0,5-Promille-Grenze: z. B. die Haupturlaubsländer Spanien und Italien. Während Alkohol am Steuer in Spanien mit 300 Euro sogar günstiger ist als Zuhause, sollte man sich in Italien nicht angetrunken ans Lenkrad setzen. Wer erwischt wird zahlt 540 Euro. Ab 1,5 Promille kann sogar das Kfz enteignet werden.

Kurios: In Dänemark wird nach Netto-Monatseinkommen bestraft. Die Rechnung ist ganz einfach: Gehalt x Promille = Bußgeld. Wer zu tief ins Glas geschaut hat und fährt, der arbeitet schnell mal einen Monat umsonst. Vorsicht in Tschechien, Ungarn, Estland und der Slowakei: selbst ein Bier ist schon zu viel. Hier herrscht ein striktes Alkoholverbot am Steuer.

Falsches Parken

Frau findet Strafzettel

Ob Parken ohne Parkschein, im Halteverbot oder über zwei Parksteifen auch das bleibt im Ausland nicht ungeahndet. In Italien zahlt der Schuldige je nach Vergehen zwischen 39 und 318 Euro. In Spanien ist man mit Bußen bis zu 90 Euro für das schwerste Vergehen gnädiger. Für jede Parksünde in Zypern zahlt man 25 Euro.

Bußgelder bezahlen

Seit 2011 verfolgen deutsche Behörden auch Strafzettel, die bei einer Fahrt mit dem Mietwagen im europäischen Ausland entstanden sind. Die Bußgelder werden der Autovermietung berechnet, da die Mietfahrzeuge in der Regel im Land der Anmietung gemeldet sind. Laut Mietvertragsbedingungen ist der Vermieter jedoch dazu berechtigt, diese Gebühren zuzüglich einer Bearbeitungsgebühr an den Mieter des Leihwagens weiterzugeben. Deshalb: Wenn möglich Gebühren direkt bei der ortsansässigen Polizei begleichen, um zumindest zusätzliche Gebühren durch die Weiterleitung zu vermeiden.

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