Von Nadine am 22. OKTOBER 2016

Mehr Sicherheit für Bambi & Co: Vorsicht im Herbst

Sicherheit | Tiere

D er Herbst ist Wildwechselzeit. Für Autofahrer bedeutet das höchste Vorsicht, denn im Herbst hat man häufig durch Regen und Nebel eine schlechte Sicht. MietwagenCheck informiert Sie darüber, was Sie tun können, um Unfälle im Herbst durch Wildwechsel, Laub und Nebel zu vermeiden.

Fahrverhalten bei Wildwechsel

Der Herbst ist die Paarungszeit des Rotwildes. Dann kommen Rehe und Hirsche aus den Wäldern gesprungen und stellen eine Gefahr für sich und aber auch für den Menschen dar. Die Wildwechselunfälle der letzten Jahre sind nicht zu unterschätzen. Im Durchschnitt kommen fast 200.000 Wildtiere durch Autounfälle um, dabei werden ca. 2500 Menschen verletzt.

Reh auf der Straße

Vorsichtsmaßnahmen

Daher ist es auf Landstraßen äußerst wichtig, dass Sie vorrausschauend und langsam fahren. Beliebte Kreuzungen für die Tiere sind die Übergänge von Wäldern zu Wiesen. Im Herbst sind die Wälder allmählich abgegrast und die Futtersuche treibt die Tiere raus aus dem Wald. Daneben ist der Revierkampf der Rehböcke ein Grund, warum es die Tiere aus ihrem Wald lockt. Besonders gefährlich ist die Dämmerungszeit, da Rehe besonders in dieser Zeit unterwegs sind und die Sichtverhältnisse zusätzlich schlecht sind. Doch nicht nur Rehe sind in der Dämmerung unterwegs. Auch Wildschweine treiben sich häufig in der Dämmerung umher und können plötzlich auf der Fahrbahn auftauchen.

Behalten Sie daher immer den Straßenrand im Blick und denken Sie daran, dass die Tiere selten alleine unterwegs sind. Sichten Sie ein Reh oder ein Wildschwein am Rand ist äußerste Vorsicht geboten, denn es könnte jederzeit ein anderes die Fahrbahn kreuzen. Wenn vor Ihnen auf der Fahrbahn ein Tier auftaucht, blenden Sie unbedingt das Fernlicht ab, hupen Sie und bremsen Sie sofort.

Falls es zu spät erscheint

Wenn Sie es nicht schaffen, vor dem Tier anzuhalten, halten Sie das Lenkrad fest, bleiben Sie in der Fahrbahn und hoffe Sie darauf, dass das Tier Ihnen ausweicht. Verreißen Sie auf keinen Fall das Lenkrad, so bringen Sie sich selbst und den Gegenverkehr in große Gefahr.

Wenn es wirklich zu einem Aufprall kommt

Haben Sie trotz eines vorrausschauenden Fahrverhaltens ein Tier angefahren, sichern Sie zuerst die Unfallstelle mit Hilfe des Warndreiecks und der Warnblinkanlage ab. Informieren Sie unbedingt die Polizei, diese verständigt den Inhaber des Jagdreviers, der Ihnen zu Hilfe kommt und das verletzte Tier tötet oder von der Fahrbahn nimmt. Von ihm bekommen Sie auch eine Unfallbescheinigung, sofern Sie einen Schaden am Auto haben, der von der Versicherung beglichen werden soll.

Auch wenn Sie das Tier nur angefahren haben und es weiter in den Wald läuft, müssen Sie die Polizei verständigen, denn das Tier ist verletzt und leidet. In diesem Fall wird sich ein Jäger auf die Suche nach dem Tier machen und es von seinen Schmerzen erlösen.

Was Sie auf keinen Fall tun dürfen, ist das Tier mitnehmen. Egal, ob es noch lebt oder bereits tot ist. Wilderei ist in Deutschland strafbar und wird mit Haft- und Geldstrafen geahndet.

Fahrverhalten bei Nebel, Laub und Regen

Nebel beim Auto fahren

Vorsicht bei schlechter Sicht und Laub auf der Fahrbahn

Eine weitere Gefahr, die verstärkt im Herbst auftritt ist Nebel. Bremsen Sie auf keinen Fall abrupt ab, falls sich vor Ihnen eine Nebelwand auftut, dies könnte zu einem Auffahrunfall mit Ihrem Hintermann führen. Drosseln Sie die Geschwindigkeit gemächlich aber beständig und fahren Sie weiterhin langsam. Sie müssen mit Verkehrsteilnehmern rechnen, die Sie erst sehr spät erkennen, wie Radfahrer oder Fußgänger. Bleiben Sie daher immer bremsbereit. Die Nebelschlussleuchte darf erst ab einer Sichtweite unter 50 Metern und unter einer Geschwindigkeit von 50km/h eingeschaltet werden. Orientieren können Sie sich hierbei an den Fahrbahn-Leitpfosten, diese sind im Abstand von 50m aufgestellt.

Bei eingeschränkter Sicht durch Nebel gilt stets die Faustformel „Sichtweite ist gleich Fahrgeschwindigkeit“. Konkret bedeutet das: Liegt die Sicht bei weniger als 50 Metern, darf auch der Tacho nicht mehr als 50 km/h anzeigen.

Eine weitere Gefahr im Herbst ist das Laub und der Regen, der die Fahrbahnbeschaffenheit verändern. Durch nasses Laub wird die Straße besonders rutschig und es empfiehlt sich besonders in Kurven vorsichtig und langsam zu fahren. Besondere Vorsicht ist an schattigen Fahrbahnstrecken geboten, da man zusätzlich die Bodenbeschaffenheit nur schwer sehen kann. Durch starken Regen können sich auch Wasserflächen auf der Fahrbahn bilden, die zu Aquaplaning führen. Positiv wirken sich hier eine gute Reifenprofiltiefe (4mm) und Winterreifen aus.

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