Von Nadine am 29. JANUAR 2015

Autofahren bei Glatteis: So meistern Sie brenzlige Situationen erfolgreich

Sicherheit | Winter

W er sich bei Schneefall und Kälte ins Auto setzt, muss ganz besonders aufpassen: Glatteis sorgt für ungewohnte Bedingungen beim Fahren und setzt voraus, dass Sie sich sicher und vorsichtig im Straßenverkehr bewegen. MietwagenCheck liefert Ihnen hilfreiche Tipps, wie Sie brenzlige Situationen erfolgreich meistern.

Rutschige Steigungen meistern

Rutschige Straße im WInter

Situation 1: Rutschiger Hang

Ein glatter Untergrund am Hang kann ganz schnell in eine unangenehme Situation führen. Wichtig ist deshalb die Steigung mit viel Gefühl und möglichst in einem Rutsch zu bewältigen. Sollten Sie merken, dass Sie stehen bleiben werden, lassen Sie sich am besten zurück rollen und versuchen Sie es auf einer anderen Spur erneut. Dies funktioniert jedoch nur je nach Verkehr.

Wenn Sie sich nicht zurück rollen lassen können oder die Räder durch drehen, empfiehlt es sich das Anfahren im zweiten Gang zu probieren. Die beste Übersetzung der Motorkraft liegt bei niedrigen Drehzahlen vor. Daher empfiehlt es sich auch bereits während der Fahrt auf glatten Straßen möglichst früh hochzuschalten und niedrigtourig zu fahren.

Zudem könnten Sie besonders viel Gewicht auf die Antriebsräder legen. Hat Ihr Wagen einen Frontantrieb, bietet es sich bei einer längeren Steigung an die Rückbank leer zu halten. Bei einem Heckantrieb können Sie einer unangenehmen Situation am Berg auch damit ausweichen, indem Sie beispielsweise Ihren Beifahrer bitten auf der Rückbank Platz zu nehmen.

Verschneite Straße

Situation 2: Glatte Kurven

Glatten Kurven gewachsen sein

Grundsätzlich empfiehlt sicheine vorausschauende Fahrweise. Es ist jedoch wichtig zu wissen, dass Kurven bei Schnee und Glatteis mit weitaus weniger Geschwindigkeit angefahren werden sollten als im trockenen Zustand.

Sind Sie zu Beginn der Kurve zu schnell, wird Ihr Fahrzeug an den Vorderrädern den Halt verlieren und untersteuern. Dies ist vom Antrieb unabhängig und liegt an der geringen Übersetzung der Räder durch die glatte Fahrbahnoberfläche. In einer solchen Situation sollten Sie sofort vom Gas gehen, gefühlvoll bremsen und den Lenkeinschlag nur soweit verringern, wie es der Kurvenradius zulässt.

Weiter einlenken, was ein natürlicher Reflex wäre, sollte vermieden werden, da das Auto dann ausschert und in den Gegenverkehr rutschen kann.

Das EPS (Electronic Powered Steering = elektrische Servolenkung) vermag so manche Situation bei Glatteis hilfreich zu unterstützen. Generell sollten Sie sehr gleichmäßig und wesentlich langsamer als bei trockenen Witterungsverhältnissen fahren, um unangenehme Situationen mit Glatteis und Kurven zu vermeiden.

Richtiges Bremsen und sicher zum Stehen kommen

Verschneite Straße in der Stadt

Auf einer glatten Fahrbahn müssen Sie immer mit einem wesentlich längeren Bremsweg rechnen und deswegen sollten Sie stets einen größeren Sicherheitsabstand einkalkulieren. Winterreifen sollten mindestens eine Profiltiefe von vier Millimetern haben und bei schwierigen Situationen unterstützt das ABS (Anti-Blockier-System) ein spurstabiles Bremsen.

Die größten Gefahren bergen unvorhergesehene Situationen, bei denen Sie abrupt Bremsen müssen. Wenn Ihr Auto mit einem ABS ausgestattet ist, sollten Sie das Bremspedal voll durchtreten. Nur so kann das ABS seine Wirkung entfalten. Lassen Sie sich dabei nicht von einem „Rattern“ verunsichern.

Wenn Sie ein älteres Auto fahren, das noch nicht mit einem ABS ausgestattet ist, dann sollte eine Vollbremsung auf jeden Fall vermieden werden und stattdessen ausgekuppelt und erst wieder gebremst werden, wenn sich das Auto stabilisiert hat. Mit gedrückter Bremse lässt sich das Auto nämlich nicht mehr lenken.

Dem Graben wieder entkommen

Auto im Schnee stecken geblieben

Wenn das Auto nun doch in den Graben gerutscht ist, können Sie sich mit diesem Trick eventuell selbst befreien. Häufig drehen beim Gas geben die Räder durch. Dagegen hilft es, die Gummimatten aus dem Fußraum unter die Räder zu legen, um so wieder Bodenbeschaffenheit zu erzeugen. Noch besser funktioniert dies, wenn die Mitfahrer den Wagen zusätzlich anschieben. Unterstützen können Sie diesen Prozess zusätzlich, wenn Sie im zweiten Gang anfahren

Wenn das nicht hilft, muss der Wagen mit einem Seil aus der Notlage gezogen werden. Achten Sie dabei jedoch stets darauf, dass Sie ein richtiges Abschleppseil verwenden. Ein gewöhnliches Seil könnte unter der Belastung reißen. Außerdem darf das Abschleppseil nur an den Abschleppösen am Auto befestigt werden.

Andere Fahrzeugteile wie etwa die Achsen könnten abreißen oder verbiegen. Bei neueren Fahrzeugen sind die Abschleppösen oft aus ästhetischen Gründen nicht mehr mit der Karosserie verschweißt und liegen als Schrauben beim Boardwerkzeug oder beim Reifenreparaturset – zum Beispiel im Kofferraum. Gerade Mietwagenfahrer sind gut beraten, wenn Sie dies schon einmal gehört haben.

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